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Von der Opferrolle zur Königin – Wie kann ich aufhören, mich als Opfer meiner Umstände zu sehen?

«Warum immer ich», «Alle sind gegen mich», «Warum habe immer nur ich so viel Pech?!», «Das war ja klar, dass mir das passiert!»: Wir kennen alle diese Gedanken – die einen mehr, die anderen weniger. Vielleicht glaubst du es nicht, aber vor einigen Jahren waren diese Sätze Alltag bei mir. Alles war schlimm, alles war negativ, alles war gegen mich: Das war meine Sicht des Lebens. Ich sah mich als Opfer meiner Situation, der ich, in meinen Augen, total ausgeliefert schien. Ich hatte das Gefühl, dass der Regen gegen mich ist, der Wind, mein Umfeld, mein Körper, ich dachte sogar, dass das ganze Leben total gegen mich ist und das auch für immer so bleiben wird. Ich kenne diese Situationen also nur zuuu gut. Diesen Blogbeitrag schreibe ich nun, weil ich momentan einige Menschen in meinem Umfeld bzw. bei mir im Coaching habe, die sich ihrer Situation ebenfalls völlig ausgeliefert fühlen und denken, dass sie für immer da gefangen sind und das nun halt einfach so ist. Ich höre Sätze wie «Ich habe so viel Stress bei der Arbeit, aber das ist halt einfach so. Wenn ich dann ein Burnout habe, merken sie (der Chef) es dann schon» oder «Ich bin zwar nicht glücklich in meiner Beziehung, aber jemand besseres werde ich wahrscheinlich auch nicht finden … und irgendwann will ich ja auch noch Kinder haben» oder «Ich bin halt einfach so, ich kann nichts dafür, dass mich alle und alles aufregt».


Genau für diese Menschen schreibe ich diesen Blog, damit sie erfahren, dass es auch anders sein kann, denn wie schade wäre es, wenn sie dieses Denkmuster für immer so beibehalten würden, denn das Leben hat so viel mehr zu bieten als einfach nur Durchschnitt und Standard und «das ist jetzt halt einfach so». Das Leben könnte so viel reicher, bunter und liebevoller sein, wenn man den Weg aus solch einer Einstellung rausfindet. Und wenn ich eines aus eigener Erfahrung garantieren kann, dann, dass das möglich ist: Man ist NICHT für immer in diesen Umständen gefangen, weil man IMMER, und zwar IMMER, die Wahl hat, ob man sich selbst als Opfer sehen will oder ob man sich als Königin fühlen möchte. Natürlich funktioniert das nicht 24/7 und 365 Tage im Jahr, aber wenn man es schafft, sich «nur» 51 Prozent der Zeit als Königin zu fühlen, dann hat man schon ganz viel gewonnen.

Was dich garantiert in der Opferrolle gefangen hält:

  • Wenn du immer allem anderen, ausser dir selbst, die Schuld für alles gibst.

  • Wenn du ewig im Selbstmitleid badest.

  • Wenn du immer alles persönlich nimmst.

  • Wenn du für alles immer eine Ausrede findest.

Doch wie schafft man es, aus diesem Teufelskreis, dem Opfer-Dasein, dem Baden im Selbstmitleid wieder rauszukommen? Unten erhältst du ein paar Tipps, die mir immer sehr geholfen haben bzw. immer noch helfen, wenn ich gerade das Gefühl habe, dass die Welt gegen mich ist oder ich etwas unfair finde.


Vorher aber noch kurz eine Bemerkung am Rande: Es ist völlig normal, dass man sich mal so fühlt und es ist auch völlig ok, mal im Selbstmitleid zu baden, traurig zu sein oder sich einfach mal verkriechen zu wollen. Das ist normal und menschlich. Manchmal muss man einfach wieder mal das Dunkle sehen, um das Licht wieder zu schätzen. Und sind wir mal ehrlich: Das verweilen in der Opferrolle hat durchaus auch «Vorteile»:

  • Du musst keine Entscheidungen treffen: Entscheidungen zu treffen, fällt vielen Menschen schwer. Anstatt selbst Entscheidungen zu treffen, lässt du lieber andere entscheiden, denn dann kannst du hinterher auch denen die Schuld geben, wenn etwas nicht funktioniert hat.

  • Du kannst die «Schuld» auf andere und anderes schieben: Solange du anderen Menschen oder Dingen die Schuld geben kannst, musst du selbst keine Verantwortung für dein Leben übernehmen.

  • Bequemlichkeit: Wenn man im Leben etwas ändern will, muss man oftmals die eigene Komfortzone verlassen. Natürlich ist es dann viel bequemer, in der Komfortzone zu bleiben und nichts zu machen.

  • Du bekommst Mitleid: Man hat das Gefühl, Mitleid von anderen zu bekommen, tut einem gut. Man fühlt sich verstanden und hat das Gefühl, dass sich jemand um einen kümmert.


Wichtig ist aber, dass du irgendwann wieder da rauskommst. Spätestens wenn du Tag ein, Tag aus nur noch im Jammertal bist und dich selbst so was von runterziehst, solltest du ins Handeln kommen. Ansonsten wirkt sich das früher oder später negativ auf die Gesundheit deines Körpers und deine Psyche aus. Finde wieder Freude und Erfüllung im Leben und verharre nicht allzu lange in diesem Opfer-Dasein, denn es wird immer schwieriger, da wieder rauszukommen. Nimm die Zügel wieder selbst in die Hand.


Wenn du den Weg da rausfinden möchtest, dann lies dir diese Zeilen ganz genau durch:


  • Realisieren Erkenne, dass du dich jetzt gerade in dieser Situation befindest und akzeptiere, dass es nun gerade so ist, und dass das auch kein Drama und völlig ok ist.

  • My life, my rules Sei dir immer bewusst: Es ist DEIN Leben. Du hast es IMMER selbst in der Hand, wie du dein Leben gestalten möchtest, wen du in dein Leben lassen möchtest und welche Grenzen du dir und anderen setzt. Du hast also immer die Möglichkeit, das Ruder umzudrehen oder neu zu entscheiden. Führe dir dies immer wieder vor Augen und werde dir dessen bewusst: DU kannst jederzeit entscheiden, wie dein Leben sein soll und wie es sich anfühlen soll.

  • Time deinen Schmerz Wenn du gerade in einem Tief bist, setze dir eine Zeitlimite (z. B. 1 Stunde oder einen Tag oder was auch immer sich für dich richtig anfühlt), wie lange du dich im Selbstmitleid suhlen darfst. Lass dann alles auf dich einprasseln, egal, was grad kommt: Tränen, Wut, Traurigkeit, Enttäuschung, Schmerz – lass es zu. Und danach kannst du dir selbst sagen: «Und jetzt ist genug! Jetzt packe ich das ganze am Schopf und entscheide mich dafür, wieder mehr mit der Freude und Fülle im Leben zu gehen, denn nur ich entscheide, wie es mir geht und was ich fühlen möchte und was nicht».

  • Entscheide dich Triff bewusst die Entscheidung, dass du aus der Opferrolle aussteigen möchtest. Wenn du dich nicht bewusst dafür entscheidest, wird es viel schwieriger, wieder da rauszukommen. Entscheide dich also dazu.

  • Selfcare Achte in dieser Zeit, in der es dir nicht so gut geht, besonders gut auf dich und deinen Körper. Tu dir Gutes. Was brauchst du gerade? Was zaubert dir ein Lächeln auf die Lippen? Wo kannst du entspannen? Wo Energie schöpfen? Vielleicht gehst du ins Wellness, nimmst dir ein paar Tage frei oder verbringst das Wochenende in den Bergen. Was auch immer sich für dich gerade gut anfühlen würde, tu es!

Manchmal ist es nicht ganz einfach, selbst wieder aus diesem Teufelskreis herauszufinden. Suche dir in diesem Fall unbedingt Hilfe von aussen, sei es ein Therapeut oder ein Coach, der dich unterstützt, wieder da rauszukommen. Auch bei mir im Coaching finden wir gemeinsam Möglichkeiten und Wege, wieder zurück in ein erfülltes und voller Liebe geprägtes Leben zu finden und dein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Die Angebote findest du unten und hier kommst du zum Kostenlosen Erstgespräch.


Also, richte dein Krönchen wieder, nimm dein Leben wieder selbst in die Hand und geniesse ein geiles Leben! Es liegt einzig und allein an dir, die Entscheidung zu treffen, mit oder ohne Hilfe, da wieder rauszufinden. YOUR ARE THE QUEEN! Vergiss das nie, nie, nie.


Sparkle up

Janine


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