Ho'oponopono – Zeit zu vergeben!

Aktualisiert: Jan 7

Wenn ich in den letzten Monaten etwas gelernt habe, dann ist es, dass ich nicht immer alles und jeden verstehen muss. Dass ich nicht immer nachvollziehen muss, warum jemand etwas gesagt oder getan hat. Auch wenn es schöner und einfacher wäre, immer alles verstehen zu können, werden wir im Leben wohl immer wieder vor unlösbaren Aufgaben bzw. Menschen stehen, die uns mit ihren Worten oder Taten verletzen, und wir nicht verstehen können, warum. Vor Menschen, die oftmals mit ihren eigenen Themen und Verletzungen zu kämpfen haben und selbst nicht erklären können, warum sie etwas machen, sagen oder fühlen. Denn jeder Mensch trägt ein kleineres oder grösseres Gepäckstück mit sich, voll mit Verletzungen und Ängsten, das sie oder ihn dazu bewegt, so zu handeln und schlimmstenfalls dabei jemanden zu verletzen, denn: «hurt people hurt people» (dt. «verletzte Menschen verletzen Menschen»). Oftmals ist das nicht mal böse gemeint und resultiert wie oben schon erwähnt aus deren Rucksack voller Verletzungen und Erfahrungen, die sie erlebt haben. Wir können diese Kette von «hurt people hurt people» jedoch unterbrechen, und zwar, indem wir vergeben: Indem wir den Menschen, die uns verletzt haben, dem Leben und vor allem uns selbst vergeben. Denn nur wenn wir vergeben, können wir die Vergangenheit hinter uns lassen und völlig unbeschwert leben. Und jemandem zu vergeben, heisst nicht, dass das, was die Person getan hat, richtig war, aber es bedeutet, dass du diesen Moment in der Vergangenheit lassen kannst und es nicht länger Einfluss auf dich hat. Denn nur so kommen wir wieder in unsere Kraft und können uns auf die Zukunft fokussieren und in Harmonie mit unseren Mitmenschen und künftigen Beziehungen leben.

Vielleicht denkst du nun, dass diese Person es überhaupt nicht verdient hat, dass du ihr vergibst, aber es geht dabei nicht unbedingt um diese Person, sondern um dich – denn wenn du nicht vergibst, ist der einzige Mensch, der darunter leidet, einzig und allein DU! Du trägst den Schmerz in dir, solange du nicht vergibst. Du gibst dem anderen Menschen dafür die Verantwortung, wie es dir geht, was gleichzeitig bedeutet, dass du keine Kontrolle über dich selbst hast. Du verwehrst dir damit selbst, deine Verletzungen zu heilen und wieder ein glückliches und befreites Leben zu haben. Und das wollen wir durchbrechen. Denn es ist ganz egal, was die Person getan hat: Nichts ist den Preis von deinem Glück und deiner Liebe wert – nichts! Und nochmals: Es bedeutet nicht, dass du dabei gutheisst, was der oder die andere gemacht hat, es bedeutet nur, dass du nicht länger deine Energie damit verschwendest und aus der Opferrolle aussteigen kannst. Dass du aus der Vergebung Kraft, Weisheit und Mitgefühl mitnimmst und alles andere loslässt. Überlege dir, was dein Gewinn dabei wäre, wenn du das alles loslassen kannst und dir deine Power wieder zurückholst. Du kannst dabei soo viel gewinnen!


Das hawaiianische Tool Ho'oponopono hilft mir immer wieder dabei, in meine Kraft zu kommen. Ho'oponopono heisst übersetzt «wieder alles richtig richtig machen» und ist ein altes hawaiianisches Vergebungsritual. Es wurde von Morrnah Simeona modernisiert und ist dadurch für jede und jeden zu jeder Zeit und an jedem Ort anwendbar. Hier findest du eine einfach Erklärung darüber, was Ho'oponopono genau ist, und wie du es in 4 einfachen Schritten anwenden kannst. Wenn du dich noch tiefer mit vergangenen Verletzungen und Vergebung befassen möchtest, kann ich dir den Online-Kurs Löwenherz von Laura Seiler sehr empfehlen. Egal, wem du dabei vergeben möchtest, ob deiner Mutter, deinem Vater, Freundinnen und Freunden, (Ex-)Partnerinnen oder (Ex-)Partnern – es ist ein Tool, das du bei jeder und jedem anwenden kannst, auch völlig egal, ob es eine Kleinigkeit oder einen halben Mount Everest zu vergeben gibt. Es spielt keine Rolle, denn jede Verletzung hat immer einen kleineren oder grösseren Effekt auf unser Leben – und das ist auch völlig normal und menschlich.


Wir alle haben es verdient, unbeschwert zu leben, und müssen nur lernen, die Vergangenheit hinter uns zu lassen und nur die Lehren daraus mitzunehmen. Und ganz egal, was dir in deinem Leben widerfahren ist, denk daran: Das Leben ist nicht gegen dich, es ist immer für dich! Und Vergebung ist ein erster Schritt, dies zu erkennen – es ist der Schlüssel zu innerer Freiheit und Zufriedenheit.


Als Nelson Mandela nach fast 30 Jahren unberechtigter Haft entlassen wurde, sagte er: «Als ich aus der Zelle durch die Tür in Richtung Freiheit ging, wusste ich, dass ich meine Verbitterung und meinen Hass zurücklassen musste, oder ich würde mein Leben lang gefangen bleiben.» Und wenn Nelson Mandela nach 30 Jahren Haft all den Menschen vergeben kann, die ihm während seiner Haft Unrecht und Leid angetan haben, dann kannst du das auch! ;-)



Viel Glück dabei! :-) Und vergiss nicht, dass es ein Prozess ist, der Zeit braucht, und nicht von heute auf morgen wirkt.


Deine Janine


PS: Gerne darfst du deine Erfahrungen zu diesem Thema mit mir teilen oder mir ein Feedback zu diesem Blogbeitrag geben! :-)

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